Erfolgsmensch: Steve Jobs

von K.Saenger

Ein Pionier ist jemand, der es sich zur Lebensaufgabe macht, unbekannte Gebiete zu erforschen und sei es unter den extremsten Umständen. Wer kann das, vor allem mit dem Vermerk der Lebensaufgabe, ernsthaft von sich behaupten? Ich glaube Steve Jobs, das wohl berühmteste und erfolgreichste Findelkind der Welt, das leider im vergangenen Oktober verstarb. In diesem Text begebe ich mich auf die Suche nach einer Legende und versuche herauszufinden, was dieser Mann uns hinterlassen hat und was wir von ihm lernen sollten.

 

Steve Jobs war ein Suchender. Sein Leben lang. Und ein Perfektionist. Gerade in der Kombination sicher kein einfacher Zeitgenosse. Seine größte Waffe war nicht etwa sein messerscharfer Verstand, mit dem er selbst für ihn völlig neue, komplexe Zusammenhänge blitzschnell erschließen konnte, sondern sein Instinkt.

 

Manchmal scheint es, dass viele Unternehmer in diesem Jahrtausend, vielleicht aus einem Mangel heraus, dem Instinkt längst die Existenzberechtigung verweigert haben. Zahlen, Fakten, Prognosen sind ihnen mehr wert, als das eigene Näschen oder Bauchgefühl. Ein Irrglaube, wie Steve Jobs konstant seit den 1980er Jahren bewiesen hat.

 

Seine Produktinnovationen entsprangen weder Trendforschungen noch Marktstudien, sondern seinem Instinkt. Er wusste, warum und woher auch immer, was der überwiegende Großteil der Menschen von einem modernen Elektronikartikel verlangen und sich wünschen würde. Er sah das Nutzerverhalten lange voraus, noch bevor den meisten Kunden überhaupt klar wurde, dass es in Zukunft ein entsprechendes Verlangen geben würde.

 

Die Entdeckung des Apfels in der Garage

 

1976 in der adoptivelterlichen Garage in Silicon Valley sorgten Steve Jobs und Steven Wozniak für eine Symbiose aus genialem Basteltum, gepaart mit einem unnachahmlichen Verkaufstalent. Das Unternehmen Apple wurde gegründet und sollte in rasanter Zeit alle Regeln der Branche auf den Kopf stellen.

 

1.300 Dollar Startkapital, mit denen die ersten 50 Exemplare des Apple I produziert und an einen örtlichen Händler verkauft werden. Bereits die nächste Version – der Apple II – sprengte alle Erwartungen und wurde zu einem absoluten Verkaufshit. 1984 folgen der erste Mac und Jobs Aufstieg zum Superstar und Gesicht einer neuen Unternehmergeneration, die bestehende Strukturen sprengt und neue Wege geht.

 

Ein Jahr später folgt der Absturz, nach internen Streitigkeiten feuert Apple seinen Gründer. Es dauert zehn Jahre, bis der iGod, wie ihn seine Anhänger nennen, zurückkehrt und den drohenden Zusammenbruch Apples verhindert. Ihm gelingt es, Apple wieder zurück an die Spitze zu führen. Es folgen Innovationen, die ganze Generationen prägten und auch in Zukunft prägen werden: iPod, iPhone, iPad – um nur drei zu nennen.

 

Was können wir von Steve Jobs lernen?

 

Einzigartig waren seine Weitsicht, sein Mut und sein Instinkt. Aber zur lebenden Legende, zum Mythos, wurde er, weil er auf unvergleichliche Art und Weise Popkultur und Kapitalismus miteinander vereinte.

 

Fakt ist, er tat es nie für das Geld und auch nicht für den Ruhm. Das können wir lernen. Harmonie war insgesamt kein entscheidender Gradmesser, so sagte er einst: »Mein Job ist es nicht, mit Leuten gut auszukommen. Mein Job ist es, sie besser zu machen.« Und das tat er. Zweifelsohne.

 

Steve Jobs war ein Pionier wie er im Buche steht und heute kaum mehr zu finden ist. Ein Vor-, Mit-, Nach- und Querdenker, der seinem Bauch und seinem Instinkt mehr vertraute als jeder Statistik und Umfrage. Er war ein Visionär, der sein ganzes Schaffen danach ausrichtete, die Bedürfnisse seiner Kunden zu befriedigen. Auch das können wir von ihm lernen.

 

Welchen Einfluss hatte er auf Ihr Leben?

 

Ich freue mich auf Ihre Antworten,

 

Ihr Klaus Sänger.

 

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